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Ein „Heimspiel“ in Bensberg

Von Torsten Trems am 06.11.12

Am Sonntag war es wieder soweit und es ging auf zum Martinilauf nach Bensberg. 3 Wochen nach dem großartigen Köln-Marathon wollte ich nun wieder ein wenig Wettkampfluft schnuppern und eine paar schnelle Kilometer absolvieren.

Schnell ist dabei allerdings relativ, denn in Bensberg handelt es sich um eine höchst anspruchsvolle 7,5-km-Strecke. U.a. geht es steil bergauf über die Schlossstr. zum Schloss Bensberg hinauf (auf eine Länge von ca. 120 Metern werden gute 10 Höhenmeter zurückgelegt). Dann heißt es kurz Luft holen bis man in den Schlosspark hinein läuft und es direkt nochmal richtig knackig an der AM-Akademie (deshalb auch Heimspiel) vorbei auf den „Col du Residence“ geht. Aus dem Schlosspark heraus läuft man dann durch eine kleine Straße die einen leichten Anstieg aufweist mit einem schönen Abschluss: eine ordentliche Rampe – kurz aber sehr heftig. Das ist der höchste Punkt der Strecke. Dann geht’s eigentlich nur noch bergab bis ins Ziel. Das Ganze ist eine 2,5 km-Runde – sprich die Runde ist dreimal zu laufen.

Eine zwar anspruchsvolle Strecke, aber total schön und abwechslungsreich. Nachdem ich letztes Jahr zum ersten Mal dort gelaufen bin, habe ich richtig Geschmack an der Veranstaltung gefunden. Leider teilen wohl nur wenige meine Einschätzung, denn die Teilnehmerzahlen gehen jährlich zurück. Dieses Jahr liefen im Hauptlauf gerade mal 241 Aktive. 2008 war es noch fast die doppelte Anzahl. Diese sehr gut organisierte, toll moderierte (von Herbert Watterott und Jochen Baumhof) und wirklich empfehlenswerte Laufveranstaltung hat nun wirklich eindeutig mehr Zuspruch verdient.

Das Sportliche ist schnell erzählt: Im Startblock werden die Top-Läufer/innen von Moderator Jochen begrüßt (ich gehöre wohl inzwischen zur lokalen „Elite“ dazu; mein Name wird auch genannt). Dann Peng. Paar Meter gelaufen Platz 5. Nach dem ersten Anstieg und einer gefährlichen Rechtskurve wieder Peng. Leider ein schwerer Sturz von Carsten von Kuk – an dieser Stelle gute Besserung an Carsten. Hoffentlich nichts Schlimmeres. Für mich Platz 4. Dann irgendwann werde ich noch überholt, wieder Platz 5. Dann Zieleinlauf Platz 5 (in meiner Altersklasse Platz 2). Den Lauf konnte ich trotz der Anstrengung genießen. Es hat wieder richtig Bock gebracht. Auf der Strecke konnte ich noch die Streckenposten ordentlich zu Recht weisen, die nicht so Recht wussten, was sie zu tun hatten (natürlich Spaß). Gilt eigentlich nur für meinem ewigen Kontrahenten und Lauffreund Manuel Skopnik, der diesmal nicht aktiv war sondern seinem Heimtverein TV Refrath bei der Abwicklung half – dafür DANKE, denn ohne solchen Menschen würden solche Veranstaltungen nicht so reibungslos ablaufen.

Bei den Männern gewann Dominik Fabianowski in fantastischen 25:15 min. Bei den Frauen gewann „mal wieder“ Ronja Jäger in 30:35 min. Meine Zeit von 27:35 min. bedeutete übrigens eine Steigerung zum Vorjahr von fast 45 Sekunden, womit ich hoch zufrieden bin – immerhin persönlicher Streckenrekord. Mal schauen was nächstes Jahr geht… werde hier sicher wieder vorbei schauen…